Ein Date mit der Straße


Wie in anderen Großstädten auch, wollten in diesem Jahr wieder Nazis am ersten Mai durch Erfurt marschieren. Wir als IG Metall Jugend haben uns gemeinsam mit vielen anderen aus Vereinen, Parteien, Gewerkschaften und Aktionsbündnissen dem entgegen gestellt.

In Erfurt können die Neonazis alles andere als zufrieden sein mit dem Verlauf ihres Aufmarsches, an dem auch NPD-Chef Udo Voigt und Frank Schwerdt, NPD-Landesvorsitzender in Thüringen, teilnahmen. Die Rechtsextremisten konnten nur etwa 500 Meter ihrer auf acht Kilometer angelegten Demonstrationsroute laufen, bevor eine Blockade das Weiterkommen verhinderte. Alternativrouten waren ebenfalls blockiert und so wurde die Demonstration beendet.

Aus Protest gegen das Scheitern ihres Aufmarsch hat die NPD als Spontandemonstration eine Straße durch Sitzblockade besetzen wollen. Allerdings löste sich diese nach wenigen Minuten wieder auf. Bereits seit Wochen hatte ein breites Bürgerbündnis zu Protesten gegen den Aufmarsch am 1. Mai in Erfurt mobil gemacht, welches von Landtagsabgeordneten der Linken, der Grünen und der SPD unterstützt wurde.