Archiv/ältere Veranstaltungen

DIE TAGE DER COMMUNE

Bertold Brecht / Hanns Eisler

Unbequeme Kinder und Jugendliche zeigen das Stück über die 72 großen Tage der Arbeiter und kleinen Leute von Paris 1871, an die sich Fabrikanten und Regierungen fast überall nur mit Unbehagen erinnern.

Leitung: Roter Pfeffer Bremen

Schirmherrschaft: Hanne Hiob-Brecht

Aufführung

Samstag, 9. Dezember

Gästehaus der Fachhochschule Erfurt

Werner Seelenbinder Straße 14 - [Wegbeschreibung]

Beginn: 19:00 Uhr

Einlaß: 18:30 Uhr

Eintritt: 8,- € / 4,- € ermäßigt - [Kartenvorverkauf]

Nach dem eigenen Geschmack

Wollten die Arbeiter und kleinen Leute von Paris 1871 leben.

Aber warum brachte das die französische Regierung zur Raserei?

Warum fürchtete der deutsche Kanzler Bismarck nichts mehr als solch ein Beispiel in Europa und verlangte, dass Paris niedergemacht werden müsse mit allen Mitteln und zwar schnell?

Nur 72 Tage hatten sie, aber was für Tage und welche Veränderung erfuhr das Leben, und welche Veränderungen hätte es noch erfahren:

Die Inhaber aller öffentlichen Ämter wurden auf Zeit gewählt und waren jederzeit absetzbar. Ihr Gehalt: Arbeiterlohn. Der Unterricht für alle Kinder und Jugendlichen war frei, sozial und unentgeltlich. Kein Kind sollte hungern: Schulspeisung. Die Mietschulden wurden erlassen: keine Familie durfte auf die Straße geworfen werden. Die Polizei, einschließlich der Geheimpolizei, wurde auseinandergejagt: Sicherheit und Ordnung wurden durch eigene, neue staatliche Ausschüsse und Delegierte organisiert. Ein Gesetz wurde erlassen, das Ausländer an der Regierung beteiligte. Die Pfandhäuser gaben Armen die Pfänder unentgeltlich zurück.

Die Nachtarbeit für Arbeiter wurde abgeschafft: der 6-7 Stundentag gefordert. Alle organisatorischen Vorbereitungen wurden getroffen, Fabriken in die Hände der Arbeiter und Arbeiterinnen zu übergeben und die Produktion selbst zu organisieren.

Die Commune von Paris, der erste Versuch der Diktatur des Proletariats in der Menschheitsgeschichte, hatte auch den Weg gefunden, Kriege zwischen den Völkern unmöglich zu machen: Keine Klassenunterschiede mehr zwischen den Bürgern, keine Schranken mehr zwischen den Völkern. Ihre erste Tat war die Abschaffung des stehenden Heeres, wie es z.B. die Bundeswehr ist. Die Arbeiter selbst waren bewaffnet und forderten die Arbeiter in den deutschen Heeren auf, den Arbeitern in den französischen die Hand zu reichen...

Einige handelende Personen

In DIE TAGE DER COMMUNE

Der deutsche Kanzler Otto von Bismarck, der im Dienste Kaiser Wilhelms I. 1870/71 den Krieg gegen Frankreich gewonnen hat und mit seinem preußischen Heeren jetzt vor den Toren von Paris steht.

Der Chef der französischen "Regierung der Nationalen Verteidigung", Adolphe Thiers, der Bismarck für einen wahnsinnig gewordenen Bierstudenten hält und sich weniger vor den angreifenden Deutschen als vor der Pariser Bevölkerung und ihren bewaffneten Söhnen, Brüdern und Vätern in der Nationalgarde fürchtet.

Jules Favre, der als französischer Außenminister mit Bismarck über die Kapitulation Frankreichs verhandelt und noch nicht weiß, was er schlimmer finden soll: die Forderung der Deutschen oder die Forderungen der Pariser Arbeiter.

Die Frauen von Montmartre, die nach Monaten des Hungers Weißbrot von "Papa Thiers" bekommen, damit sie ihm die Kanonen der Nationalgarde ausliefern. Aber die Frauen von Paris haben ganz andere Pläne.

Die Bäckerin, die fürchtet, dass es bestimmt Unruhen gibt, wenn sie jetzt die Commune machen, wovon jedermann spricht.

Das von 215 Bataillonen gewählte Zentralkomitee der Nationalgarde, das die Reichen den Krieg bezahlen lassen will, weil die ihn auch gemacht haben, und die Wahlen zur Commune von Paris ausschreibt.

Die Adligen, Fabrikanten, Beamten und Geistlichen, die nach Versailles zu Thiers flüchten, weil die Pariser vorhaben, ihr Leben selber zu regieren.

Der deutsche Deserteur aus Bismarcks Raubheeren, der lieber französische Verhältnisse in Deutschland als deutsche Verhältnisse in Frankreich haben möchte.

Der Rat der Commune von Paris, der dauernd Sachen für die Arbeiter und kleinen Leute beschließt und durchführt, die unsere Fabrikanten, Generäle, Minister, Beamten und die Bundeskanzlerin glatt wahnsinnig machen würden...

Der Chor der Kommunarden, der bekannte und unbekannte Lieder von Brecht singt...

Das Orchester, das sich ständig mit seiner Musik einmischt...

Veranstalter

ran e.V. - Förderverein der DGB Jugend

"Jugendbüro filler."

Schillerstrasse 44 - 99096 Erfurt

mit Unterstützung von:

IG Metall Jugend www.oja-erfurt.de

DGB Jugendwww.dgb-jug-thueringen.de  

ver.di Jugendwww.verdi-jugend.com  

IG BAU Jugendwww.igbau.de  

JUSOS in der SPD Thüringenwww.jusos-thueringen.de  

Landesjugendwerk der AWO Thüringenwww.jw-zukunft.de  

young socialst Gothawww.young-socialists.de  

Linke Jugend “Rotstifte” Erfurt www.redroxx.de  

Die Linke. Bundestagsfraktion www.nele-hirsch.de  

Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen